IPv4 zu IPv6 - Warum IPv6

Warum IPv6 einsetzen?

  • IPv6 bringt viele neue Funktionen für eine einfachere Vernetzung von Computersystemen mit sich.
  • Die IPv4-Pools werden in Kürze offiziell erschöpft sein. Warten Sie nicht ab bis es zu spät ist.
  • Die meisten aktuellen Betriebssysteme und DSL-Router unterstützen bereits IPv6.
  • Zum einen erleichtern neue Features in IPv6 die Vernetzung von Computersystemen, z.B. durch Autokonfiguration.
  • Zum anderen kann durch die große Anzahl der IP-Adressen im IPv6-Adressraum auf umständliche "Workarounds" wie NAT verzichtet werden.

Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6

Es gibt viele Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6. Wichtig dabei ist es, sich vor Augen zu halten, dass IPv6 keine Weiterentwicklung im eigentlichen Sinne ist, sondern ein völlig neues Protokoll. Somit ist IPv6 nicht abwärtskompatibel, was die Umstellung zur neuen Version erheblich erschwert, da die gesamte Infrastruktur (respektive Hardware) erneuert werden muss. 

Um einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Protokollen zu erhalten, sind diese hier einmal dargestellt:

 IPv4IPv6
Adressraum 4 294 967 296 Adressen ~3,4 x 1038 Adressen
Konfiguration Entweder manuell oder via DHCP Manuell oder über Autokonfiguration via NDP
Header
  • Checksumme
  • variable Länge
  • Fragmentierung im Header
  • keine Sicherheit
  • Überprüfung auf höherer Schicht
  • fest vorgeschriebene Größe
  • Fragmentierung im Extension Header
  • IPsec über Extension Header
Sicherheit Für Verschlüsselung bei IPv4 wie zum Beispiel bei VPN benötigt, müssen immer die höheren Schichten bemüht werden IPv6 bringt mit IPsec über die Extension Header eine direkte Integration
Quality of Service Type of Service zur Priorisierung (ToS)

Im Header kann über "Traffic Class" die Priorität angegeben werden. Davon profitiert u.A. Multimediaanwendungen

*entnommen aus IPv6-Portal